Akiko Ahrendt im Gespräch

Akiko Ahrendt wurde in Rüsselsheim geboren und studierte in Berlin, Budapest, Frankfurt und Köln. Ihr weit gefächertes musikalisches Interesse zeigt sich in Projekten wie radikaltranslation, dem Ensemble Garage, PRAESENZ, Contrechamps oder dem Rundfunk-Tanzorchester Ehrenfeld.

Über Bach in Neue-Musik-Konzerten, das bedingungslose Grundeinkommen und warum es wichtig ist, mit wem man Musik macht.

Das Gespräch führte Felix Knoblauch.

FK: Wolltest du immer nur Geige studieren?

AA: Eigentlich wollte ich nach der Schule erstmal Landwirtschaft machen. Ich lebte nach dem Abitur ein Jahr lang auf einem biologisch dynamischen Bauernhof, der soweit wie möglich autark funktionierte und man eigentlich für nichts Geld brauchte.

FK: Und dann hast du dich doch wieder für die Geige entschieden?

AA: Ich habe gemerkt, wie viel Arbeit so ein Hof ist. Die Arbeit da war total spannend aber mir hat auch viel gefehlt - vor allem Nahrung für den Kopf. Dann habe ich also in Frankfurt Philosophie und Musikwissenschaft studiert und mich nebenher auf die Aufnahmeprüfung für Geige an der UdK in Berlin vorbereitet und dann dort studiert. Aber auch in Berlin war mir das rein Handwerkliche, Feinmotorische nur mit dem Instrument zu einseitig. Ich brauchte auch immer eine Art Ausgleich für den Kopf. Etwas, mit dem ich über das, was ich mache, reflektieren kann.

FK: Du hast das Philosophiestudium aber nicht beendet?

AA: Nein, es ging in den Seminaren oft nur darum, wer am besten reden kann. Klar auch um Inhalte, aber zu oft waren die Rhetorik-Battle eher eine Profilierung für die Leute. Dann habe ich damit aufgehört. Jetzt studiere ich aber wieder. An der KHM in Köln.

FK: Was genau machst du da?

AA: Das Studium heißt Mediale Künste. Man ist da formal einem von drei medialen Bereichen zugeordnet. Ich bin im Bereich exMedia. Das ist alles, was nicht Film oder bildende Kunst ist. Von Sound- über Bioart bis zu experimenteller Informatik. Aber man kann auch frei zwischen den drei Bereichen wechseln und einfach die Seminare besuchen, die einen interessieren.

FK: Du spielst in einer Gruppe, die sich radikaltranslation nennt. Bezieht sich das auf die Sprachphilosophie?

AA: Das ist ein Duo, das ich mit einer Freundin habe. Wir machen uns Gedanken darüber, was es überhaupt heißt zu interpretieren und komponierte Musik zu spielen. Radikal kommt von der ursprünglich Wortbedeutung her von "an die Wurzeln gehen". Die Idee war, das Interpretieren als eine Art Übersetzung zu verstehen und in enger Zusammenarbeit mit den Komponisten die Werke zu erschließen oder sogar die Idee zu einem Stück zu initiieren.

FK: Du bist als Musikerin sehr vielseitig. Neben dem Ensemble Garage spielst du noch im Rundfunk-Tanzorchester Ehrenfeld und gehst jetzt mit Jan Böhmermann auf Tour.

AA: Das ist eine witzige Truppe. Das sind überwiegend eigentlich Jazzer. Wir sind die Studioband vom Neo Magazin Royale mit Jan Böhmermann auf ZDFneo. Das fing alles mit der Erdogan-Geschichte vor ca. zwei Jahren an, die beinahe eine Staatskrise ausgelöst hätte. Es ging dabei um das umstrittene Gedicht. Danach war eine Zeit lang Sendepause mit der Show. Die erste Sendung danach war eine Musiksendung, bei der er sich nicht in Nesseln setzen musste. Für ihn war das eine harte Zeit und er verwirklichte dann bei der Wiederaufnahme der Show seinen Traum eines Rundfunk-Orchesters. Im Repertoire haben die alle möglichen Arrangements von Pop-Nummern, die oft aber auch einen politischen Gedanken transportieren.

FK: Und jetzt seid ihr alle fest angestellt?

AA: Nein, es läuft gut aber wir schreiben immer Rechnungen, die vom ZDF abgesegnet werden müssen. Es kann also auch jederzeit vorbei sein, wenn das ZDF das so entscheidet.

FK: PRAESENZ und Contrechamps sind noch zwei Gruppen, die auf Deiner Homepage auftauchen.

AA: PRAESENZ ist ein Trio, das wir während der Ensemble Modern Akademie 2006/2007 gegründet haben. Wir haben Présence von Bernd Alois Zimmermann und Prae-senz von Helmut Oehring gespielt. In einem Konzert mit Inszenierung. Dann haben wir danach gesagt, dass es vielleicht gut wäre, damit weiterzumachen. Contrechamps ist ein Ensemble in Genf. Zeitweise habe ich nicht so viel dort gespielt, weil ich das Programm nicht so spannend fand. Das war alles sehr Boulez-lastig. Mittlerweile hat die künstlerische Leitung und damit auch das Programm gewechselt und ich werde auch wieder öfter spielen. Es wurde damals mit der Idee gegründet, Klassiker der Moderne aufzuführen, also z. B. Pierrot lunaire, Schönberg Kammersymphonie, Stravinsky usw. Jetzt hat sich das mit dem neuen künstlerischen Leiter Serge Vuille in eine offenere und experimentierfreudigere Richtung entwickelt, was ich sehr gut finde.

FK: Wie kam der Kontakt nach Genf zustande?

AA: Ganz traditionell über ein Probespiel.

FK: Hat klassische Musik eine größere Reichweite als Neue Musik?

AA: Ich habe das Gefühl, dass da gerade ein Wechsel stattfindet. Wenn ich in verschiedenen Kontexten unterwegs bin, merke ich, dass z.B. klassische Musik, ein Streichquartett zu hören, für junge Leute eher eine bürgerliche und elitäre Angelegenheit ist. Neue Musik geht allerdings auch schon sehr in diese Richtung. Sie ist in den Institutionen angekommen und deutlich besser subventioniert als noch vor einigen Jahren.

FK: Für welches Projekt hast du den Preis der deutschen Schallplattenkritik erhalten?

AA: Für eine CD, die ich mit Dominik Susteck aufgenommen habe. Da sind aber auch noch andere Sachen drauf. Wir haben Stücke von Adriana Hölszky gespielt. Unter anderem ein Duo für Orgel und Geige.

FK: Das Konzert am vergangenen Mittwoch Abend in St. Peter war das Stipendiatenkonzert des Frauenkulturbüros NRW. Was war das für ein Stipendium und mit welchem Projekt hast du dich damals für das Stipendium beworben?

AA: Das Stipendium ist ein Jahresstipendium, bei dem ich ein Jahr lang jeden Monat 700 Euro bekommen habe. Beworben habe ich mich mit meinem Lebenslauf, Aufnahmen, Videos und der Geburtsurkunde meines Kindes. Das Stipendium war speziell für Musikerinnen mit Kind.

FK: Im Konzert Mittwoch hast du gesagt, du hättest das Stipendium als bedingungsloses Grundeinkommen betrachtet. Sollte jeder Künstler so ein Einkommen haben?

AA: Ich habe das nicht direkt als bedingungsloses Grundeinkommen bezeichnet. Es gab ja durch die Bewerbung und die erforderliche Geburtsurkunde schon eine Bedingung. Ja, ich halte das bedingungslose Grundeinkommen für eine gute Sache.

FK: Würde dann die Kunst nicht stagnieren? Ohne finanzielle Notwendigkeit würde man doch als Künstler viele Projekte überhaupt nicht annehmen. Wenn zum Beispiel Komponisten plötzlich eine Professur bekommen, dann beobachte ich teilweise, dass das doch irgendetwas mit dem Schaffen desjenigen oder derjenigen macht.

AA: Ich weiß nicht. Ich hoffe mal, dass Geld nicht der Hauptantrieb ist, Kunst zu machen. Ich verstehe natürlich, wie du das meinst. Bedingungsloses Grundeinkommen würde aber nicht bedeuten, dass man jetzt jeden Monat 5000 Euro zur Verfügung hätte. Damit ist ein Einkommen gemeint, mit dem man zumindest schonmal seine Miete bezahlen könnte. Dann spricht auch nichts dagegen, auch darüber hinaus Geld zu verdienen. Mit dem Stipendium habe ich nicht plötzlich in Pomp gelebt. Ich konnte davon die Miete bezahlen. Dank dem musste ich ein bis zwei Projekte jeden Monat weniger machen und konnte trotzdem alles bezahlen. Das gibt viel künstlerische Freiheit und ich konnte mich auf meine Projekte konzentrieren und musste nicht irgendwelche Muggen annehmen um das Brot am Ende des Monats zu zahlen. So ein Grundeinkommen würde auch viele andere Problematiken der Gesellschaft entschärfen. Die ungleiche Rollenaufteilung im Arbeitsalltag z.B., also wie und was Männer und Frauen arbeiten und was sie jeweils dafür bekommen.

FK: Wäre denn ein Grundeinkommen noch nötig, wenn die Musiker für ihre Arbeit adäquat bezahlt werden würden? Meine Erfahrung ist, dass viele Projekte unterirdisch schlecht bezahlt sind. Schreibt man zum Beispiel für ein eigenes Projekt vier Anträge und geht nur einer davon nicht durch, dann muss man anfangen den Finanzplan zu kürzen. Miete, Versicherungen, Technik etc. sind Fixkosten, da gibt es keine Spielräume. Was man dann streichen muss, sind immer die Honorare, zumindest wenn das Projekt durchführbar bleiben soll.

AA: Ja das ist bitter. Faire Honorare sind super wichtig. Wenn ich Anträge schreibe, dann versucht man so zu schreiben, dass man eher zu hoch stapelt, damit sich die Zahlen irgendwie ausgleichen.

FK: Zurück zum Konzert in St. Peter vergangenen Mittwoch. Kannst du den Konzerttitel Musik ist, mit wem du spielst erklären?

AA: Ich sollte im Rahmen dieses Stipendiums ein Portrait-Konzert geben. Man denkt dann erstmal an ein Solo-Recital oder so. Was mich als Künstlerin geprägt hat sind aber nicht in erster Linie die Stücke, sondern eher die Leute, mit denen ich gerne zusammen gespielt habe und spiele. Dann habe ich vorgeschlagen, dass ich gerne alle zum Mitspielen einladen würde, die für meine musikalische Entwicklung total wichtig waren und mich geprägt haben. Das fanden die vom Frauenkulturbüro total gut.Schwierig wurde es nur als sie gesehen haben, wie teuer das wird. Ohne die Unterstützung von ON, der KHM und meinen Mitmusiker*innen wäre das so nicht möglich gewesen.Was ich bei Neue-Musik-Konzerten immer schade finde, ist, dass oft das Werk oder das Konzept im Vordergrund steht. Um die Interpreten geht es da in der Regel gar nicht so sehr. Der Titel ist also eine Art Statement, das den Fokus auf einen anderen Bereich der Musik richtet: die Musiker*innen.

FK: Was ja im Jazz und der Improvisation ganz selbstverständlich ist.

AA: Richtig.

© Philipp Theiss

FK: Warum hast du Dich entschieden, das Stück von J. S. Bach ins Programm zu nehmen? War das wegen des von den Veranstaltern erst erhofften Soloabends?

AA: Ne den wollte ich schon auch gerne spielen. Dazu eine Anekdote: Ich habe oft mit Dominik Susteck in St. Peter zusammen gespielt. Vor einer Probe habe ich mich mit irgendeinem Bach eingespielt und er kam dann und meinte, man dürfe in St. Peter keinen Bach spielen. Ich dachte, der nimmt mich auf den Arm. Aber er meinte das ernst. Wenn ich Bach spielen wollen würde, dann sollte ich hoch in den Gemeinderaum gehen. Da gibt es irgendeine Fehde mit der alten Musik, das muss Dominik aber selbst erklären. Für das Konzert am 16.1. habe ich dann aber seine Erlaubnis eingeholt und habe versprochen, dass ich den Bach auch nicht im alten Stil spiele, sondern auf eine moderne Art, was gar nicht mal historische Aufführungspraxis meint. Meine Meinung ist, dass man viel vom eigenen Zeitgeist in die Musik einbringen kann. Als Kind meiner Zeit spreche ich die Sprache meiner Zeit und gebe die natürlich auch in die Musik rein. Ich fand es sehr gut, dass ich am Mittwoch den Bach Satz spielen durfte.

FK: Im Vergleich zu den Konzerten, die die beteiligten Akteure der Neuen Musik - ich denke da z.B. an Annegret Mayer-Lindenberg, Vladimir Guicheff Bogacz oder Florian Zwißler - sonst spielen, habe ich Dein Konzert in St. Peter als sehr gemäßigt tonal, fast meditativ erlebt. Musstest du Deine Mitmusiker da zähmen, kam der Input zu den Stücken von dir oder wie funktionierte die Programmzusammenstellung?

AA: Ich habe das Programm komplett selbst ausgewählt. Vladimir z.B. spielt schon öfter auch mal Konzerte mit Folklore. Die Songs von Libélula waren Improvisationsvorlagen. Wir haben ein paar Sachen abgesprochen aber im Prinzip war das frei. Ich wusste auch nicht immer, wo wir gerade sind. Letztes Jahr beim WInter-Jazz hatten wir das auch gespielt. Ich finde die Musik sehr ehrlich und persönlich, aber trotzdem auch experimentell. Ich hätte mir gewünscht, dass es vielleicht insgesamt etwas kürzer geworden wäre. Ich musste aber niemanden dort zu etwas überreden. Das Stück von Simon Rummel ist extra für das Konzert entstanden. Die flexibel stimmbare Melodika wurde von ihm in Kyōto gebaut. Sie ist in der Funktionsweise ein wenig an die Mundorgel angelehnt. Für das Stück von Simon gab es übrigens kein Kompositionshonorar. Er hat es trotzdem geschrieben. Das spannende bei dem Stück war die Konstellation der Musiker. Simon hat es für sich (mikrotonale Harmonika), mich (Geige), Annegret (Viola d'amore, Malena (Stimme) und Yoshiro Shimizu (Shô) geschrieben. Der Yoshiro ist gar kein ausgebildeter Musiker, sondern spielt die Mundorgel als Hobby. Er kann zum Beispiel keine europäischen Noten lesen, nur japanisch traditionelle. Entsprechend schwierig waren manchmal die Proben. Dennoch mochte ich seine Art zu spielen sehr gerne. Die hatte etwas sehr spirituelles. Er erzählte, dass Musik machen - wie auf der Shô - wie Einatmen und Ausatmen ist. Seine Art zu spielen ist entsprechend sehr besonders und das findet man bei wenigen professionellen Musikern.

© Philipp Theiss

FK: Ist das nicht ein totaler Kontrast? In der Neuen Musik spielt man ja für gewöhnlich alles bis zur Perfektion von Partituren ab. Da ist ein derart spiritueller Umgang mit Musik doch eher fremd. Wie konntet ihr das überhaupt koordinieren?

AA: Ja total. Kommuniziert haben wir letztlich über die Körperbewegung. Er hatte durch seine Bewegung einen sehr klaren Rhythmus. Die Eins und die Zwei konnte man immer gut sehen.

FK: Welche Projekte hast du gegenwärtig und wie geht es nach dem Konzert in St. Peter für Dich weiter?

AA: Am Dienstag spielen wir mit Jan Böhmermann in Köln. Danach bin ich in Genf mit Contrechamps.

FK: Und sind auch eigene Projekte schon in Planung?

AA: Ja, mit Annegret zusammen habe ich Identity may be a fantasy konzipiert. Mitte März führen wir das im Büro für Brauchbarkeit in Kalk auf. Eine Freundin von mir wird etwas dazu über Identität schreiben. Ein Abend in Wort und Ton. Wir haben dafür Mini-Kompositionsaufträge verteilt. Und vor allem: Wir schreiben uns auch gegenseitig Stücke. Damit beziehen wir uns auch auf die Frage der Identität, beziehen die aber auf das Verhältnis zwischen Komponist und Interpret. Am 18. März kann man das dann hören.

FK: Bist du ausschließlich in der freien Szene aktiv?

AA: Ja, ich habe keine feste Stelle. Die Vorzüge einer festen Stelle, mit festem Gehalt etc. sind schon attraktiv aber jeden Tag Orchesterprobe wäre nichts für mich. Für den Biorhythmus gibt einem die Regelmäßigkeit Stabilität aber es muss auch eine Arbeit sein, die einen erfüllt. Was mich an der freien Szene stört, ist die finanzielle Unsicherheit. Das finde ich sehr schwierig.

FK: Wie bewertest du die beruflichen Möglichkeiten eines Musikers in der freien Szene Kölns?

AA: Ich glaube Köln ist ein guter Standort. Auch verglichen mit anderen Szenen. In den letzten Jahren hat sich in der freien Neue-Musik-Szene viel getan. Damals war alles deutlich schlechter bezahlt. Und im Vergleich zu anderen Ländern ist Deutschland sowieso gut dabei. Meine Kollegen aus England oder Japan erzählen zum Beispiel, dass sie Konzerte manchmal komplett ohne Honorar spielen. Da ist dann für den Veranstalter das Bezahlen der Reise und Unterkunft ausreichend. Die Kulturförderung sieht da völlig anders aus. Trotzdem muss man auch klar sagen, ist das Leben als freier Musiker hierzulande auch noch prekär.

FK: Wenn du einen Tag die Stadt regieren dürftest, was würdest du verändern?

AA: Ich würde eine Fahrradautobahn bauen. Eine zweite Ebene über der Stadt, auf der Fahrradfahrer ungestört fahren können. Köln ist zu sehr autofreundlich Stadt.

FK: Stefan Schönegg wünscht sich kostenlose öffentliche Verkehrsmittel.

AA: Auch gut! Ich würde außerdem das bedingungslose Grundeinkommen schon mal für Köln einführen.

FK: Was bedeutet Neue Musik für Dich?

AA: Neue Musik möchte ja oft alles mögliche Andere sein - aber bitte nicht Neue Musik.

FK: Du meinst sie will gegen ihren akademischen Ruf rebellieren?

AA: Es ist gar nicht so einfach, da raus zu kommen. Weil die Neue Musik und auch ihre Musiker ja irgendwo daher kommen. Neue Musik möchte ein bisschen cooler sein, als sie ist. Zumindest nehme ich das so wahr.Ich weiß nicht, ob das der richtige Ansatz ist. Außerdem geht es bei Club- oder Pop-Musik ja eventuell auch um andere Aspekte, auch wenn es bestimmt Überschneidungen gibt.

FK: Kann es funktionieren, Neue Musik in die Clubs und Diskos zu bringen?

AA: Ich bin da ein bisschen skeptisch. Worum geht es einem denn da? Will man einfach eine coole Location? Gut, dann hat man mal einen anderen Konzertort. Aber es geht dabei vielleicht auch um das Publikum und um den Kontext. Die Leute oder "das coole Publikum, das sonst an anderen Tagen im Club ist" wird auch nicht zum Neue-Musik-Konzert kommen, nur weil die Musik plötzlich an diesem Ort stattfindet. [...] Andererseits verschwimmen ja derzeit auch die Genregrenzen von Musik, Tanz, bildender Kunst, Installationen u.s.w. Ich glaube, dass sich da auch vieles ohnehin auflösen oder berühren wird.

Das Gespräch führte Felix Knoblauch.

#Gespräch #AkikoAhrendt

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