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Schmelzen und Erstarren in Bathyscaph

08.06.2017

19:30 Uhr. Trinitatiskirche. Ensemble für experimentelle Improvisation der HfMT Köln. Bathyscaph. Sergej Maingardt.

 

 

Schmelzen und Erstarren sind die Ausgangspunkte von Bathyscaph. Ein stets voranschreitender Prozess entwickelt Klangskulpturen, baut diese zu instabilen Gebirgen auf und lässt sie schließlich wie zum Schmelzen verdammte Eisberge zusammenfallen. Bewegung und Erstarrung werden hier zu zentralen Motiven.

              Das Wechselspiel von Risiko und Planung, von individuellem Impuls und kollektiver Adaption, von menschlichem Einfluss und maschineller Statik, letztlich auch von berechneter Architektur und selbstbewusstem Instinkt ist es, was Bathyscaph zu einer lebhaften Erfahrung macht und ein provozierendes Panorama in die experimentelle Musik eröffnet.

Die intermediale Komposition verwischt die Grenzen zwischen Komposition und Improvisation und zeigt auf, dass beide Bereiche durch ein undefinierbares Kontinuum miteinander verbunden werden können. Aleatorische Konzepte filtrieren dazu neues radikales Kammermusikrepertoire, das, beeinflusst durch improvisatorische Mobiles, die festgelegten musikalischen Strukturen in unerwartete Reaktionen münden lässt und somit spürbar revitalisiert.

              Moderne Live-Elektronik wird hier verknüpft mit avancierten Spieltechniken, was den Musikern völlig neue Möglichkeiten der musikalischen Interaktion eröffnet. Im engen Zusammenspiel mit den Live-Video-Elementen entsteht so ein intermediales Gebilde, das den Hörer auf eine audiovisuelle Entdeckungsreise schickt und ihn Terrain betreten lässt, das in vielerlei Hinsicht gewiss noch unerschlossen ist.

 

GB

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